Projekt

Die Größe ist ein Problem.

Ein kleines Werkzeug für eine Aufgabe, die eigentlich niemand lernen müssen sollte.

Bei vielen Websites beginnt eine erstaunlich alltägliche Schwierigkeit mit einem Foto. Eine Mitarbeiterin möchte eine Veranstaltung veröffentlichen. Ein Kollege stellt eine neue Meldung ein. Das Foto ist vorhanden. Dann verlangt die Website plötzlich 1200 × 800 oder 800 × 600 Pixel.

Für Menschen, die täglich mit Bildern arbeiten, ist das eine Kleinigkeit. Für viele Menschen, die eine Website nur neben ihrer eigentlichen Arbeit pflegen, ist es eine zusätzliche Aufgabe, für die sie weder Software noch Erfahrung brauchen sollten.

Das Foto trifft die Webseite

Ein Foto aus einem Smartphone oder einer Kamera kann mehrere tausend Pixel breit und mehrere Megabyte groß sein. Auf der Website wird davon häufig nur ein Bruchteil benötigt. Natürlich kann man die große Datei trotzdem hochladen. Technisch funktioniert das meistens.

Nur wächst damit nach und nach der Speicherbedarf. Backups werden größer, Seiten übertragen unnötig viele Daten und Ladezeiten steigen. Besonders auf mobilen Verbindungen bezahlen am Ende die Besucherinnen und Besucher mit Zeit und Datenvolumen.

Auch gestalterisch macht die richtige Größe einen Unterschied. Wenn Bilder in Meldungen und Übersichten dieselben Proportionen haben, entstehen wiederkehrende Kanten. Die Seite wirkt ruhiger. Nicht weil alle Fotos gleich aussehen, sondern weil sie denselben Platz bekommen.

Das Problem war also nicht, dass Bilder fehlten. Das Problem war die kleine Strecke zwischen dem vorhandenen Foto und dem Bild, das die Website tatsächlich braucht.

Dafür muss niemand Photoshop lernen

Diese Situation begegnete mir bei verschiedenen Kunden immer wieder. Man könnte nun erklären, wie ein Bildbearbeitungsprogramm funktioniert. Man könnte Anleitungen schreiben oder Schulungen anbieten. Nur wäre damit aus einer kleinen redaktionellen Aufgabe eine zusätzliche Qualifikation geworden.

Die Menschen wollen eine Meldung veröffentlichen. Sie wollen nicht Bildbearbeitung lernen. Deshalb entstand ein sehr kleines Werkzeug.

Man gibt die benötigte Breite und Höhe ein, lädt das Foto, bestimmt den Ausschnitt und erhält anschließend das Bild in genau der Größe, die auf der Website gebraucht wird. Mehr muss man darüber nicht wissen.

Eine kleine Lösung, die bleibt

Aus der einzelnen Hilfe ist mit der Zeit ein Werkzeug geworden, das heute von ungefähr zehn Organisationen und rund zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt wird. Nicht täglich. Nicht spektakulär. Immer dann, wenn ein Bild auf eine Website soll.

Gerade darin liegt für mich der Wert solcher Lösungen. Niemand muss darüber nachdenken, welches Programm installiert ist, welche Exportfunktion die richtige ist oder wie sich ein Seitenverhältnis berechnet. Die Aufgabe wird einfach kleiner.

Gute Digitalisierung beginnt manchmal sehr klein

Bei Digitalisierung denkt man schnell an neue Systeme, Plattformen oder große Prozesse. Manchmal reicht eine andere Frage: Warum sollen zwanzig Menschen etwas lernen, das mit ihrer eigentlichen Arbeit kaum etwas zu tun hat?

Das Zuschneidewerkzeug ist keine große digitale Lösung. Es beseitigt nur eine kleine, immer wiederkehrende Reibung. Aber genau solche Stellen interessieren mich.

Technik ist für mich dann gut, wenn sie Menschen nicht zusätzliche Arbeit erklärt, sondern unnötige Arbeit verschwinden lässt.